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Alle Jahre wieder ...

Glasschneidebretter.

Die tauchen mit der Regelmäßigkeit einer hartnäckigen Grippe stets in der vorweihnachtlichen Geschenkehetzzeit auf. Heute bei Tchibo.


Glasschneidebretter für die Küche.

Das vermutlich dümmste aller Produkte.

Wer sowas kauft hat schlechte Messer verdient.

Für den Rest seines Lebens.

Braun II. Die Verblödung geht weiter

Braun, bzw. Prockter und Gamble hat geantwortet. Lob an dieser Stelle für die Reaktionszeit. Aber der Inhalt läßt dann doch darauf schließen, daß hier wohl mal wieder, wie oft in der Werbung, eine sensationelle Aussage mit allen Mitteln erreicht werden soll.
Und wenn die Wahrheit nicht paßt, macht man sie eben passend.

So stellt man bei P&G recht merkwürdige Vergleiche an um sich das Ergebnis schön zu rechnen:

Sehr geehrter Herr XXXXXXX,

Sie haben sich über die Aussage, dass ein Mann in 18 Monaten die Fläche eines Fußballfeldes rasiert, Gedanken gemacht?

Diese Äußerung basiert auf der folgenden, wissenschaftlich fundierten Berechnung:

Die Größe eines Fußballfelds beträgt durchschnittlich 45.360.000 cm2.

Die Hautfläche im Gesicht, die täglich rasiert werden muss, beträgt 480 cm2. Diese Fläche wird pro Rasur sieben Mal überstrichen (die Scherfolie berührt ein Stück Haut nicht nur einmal), und zwar jeden Tag, 18 Monate lang. Und: Auf der Haut wachsen durchschnittlich 50 Haare pro cm2, auf dem Fußballrasen sind es nur zwei.

Die Formel zur Berechnung lautet:

480 cm2 Haut

x 7 mehrfaches Überstreichen pro Rasur

x 30 Tage im Monat

x 18 Monate

x 25 Faktor Grashalme/Haare pro cm2

Summa summarum macht das ebenfalls exakt 45.360.000 cm2

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag!

Zitat Ende

 

Jo, den wünsche ich auch. Aber vor allem wünsche ich, daß Mathe in der Schule in Zukunft wieder mehr Gewicht bekommt.

Ich wußte gar nicht, daß man beim Vergleich von Flächen, also dem Ergebnis aus Länge x Breite auch die Dichte des Bewuchses mit einbeziehen darf, also in diesem Falle Haare zu Grashalme.

Blöder geht's echt nimmer.

Vielleicht sollte P&G Gesicht mit Kornfeld vergleichen. Dort stehen pro qcm noch weniger Halme, was das Ergebnis eindeutig zugunsten der Rasierer von Braun beeinflussen würde.

zu viel Koks in der Birne?

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich rasiere keine Fußballfelder.

Bei Braun aber rasiert man Rasen: http://www.braun.com/de/male-grooming/replacement-parts.html

Screenshot

Da heißt es dann ganz bart-, aber auch sinnfrei:

"Kein Wunder nach der Höchstleistung: Denn nach 18 Monaten haben Sie bereits mit denselben Scherteilen die Fläche eines Fußballfeldes rasiert."

Tja, lieber Werbeschwafler und Agenturamöben, deitse Sprake swääre Sprake, nicht wahr?.

Zu viel Koks geschnupft? Am Abend zuvor wieder mal die neue Agenturpraktikantin flach gelegt und die ganze Nacht Schampus geballert? 

Keine Ahnung, wie man auf solch dämliches Gequatsche kommen kann. Aber mal als kleine Hilfe für euch: es muß heißen

Denn nach 18 Monaten haben Sie bereits mit denselben Scherteilen eine Fläche von der Größe eines Fußballfeldes rasiert.

Aber selbst das ist Schwachsinn hoch drei. Denn selbst, wenn man das kleinste für nationale Spiele zulässige Fußballfeld als Beispiel nähme, würde man da noch immer auf eine Fläche von ca. 4050 Quadratmetern kommen. Bei 18 Monaten kann man von 548 Tagen ausgehen. 4050 qm geteilt durch 548 Tagen sind nach Adam Riese 7,39 Quadratmeter.

Ich weiß nicht ob man vom Koksen so eine breite Fresse bekommt, daß darauf über 7 Quadratmeter Bartfläche Platz haben. Ich kenne Leute, die in Werbeagenturen arbeiten (oder arbeiteten) und koksen (oder koksten) aber keiner hatte je eine so breite Fresse.

Ich gehe also mal davon aus, daß Euch das viele Koks oder die Vögelei mit der Agenturpraktikantin dermaßen das Hirn vernebelt hat, daß ihr nicht mehr merkt, welch saudämlichen Blödsinn ihr noch produziert. Oder es wird wieder mal so gewesen sein, wie es immer ist - die eine Hälfte hat beim letzten Meeting vor der Freigabe des Schwachsinns Bullshitbingo gespielt, von der anderen Hälfte war ein Teil gerade in einem anderen Meeting und der Rest hat die neue Espressomaschine ausprobiert. Der Chef war mit seinem neuen Hummer und der frisch bepelzten Ehefrau im Urlaub. Und der Kunde gab die Order aus, daß er einen echt geilen Spruch braucht, der echt total überzeugend und echt total hammermäßig rüber kommt. Oder so ähnlich.

Der letzte Kokser in einer Agentur, den ich kannte, ist übrigens eines morgens nicht mehr aufgewacht. Der war auch immer total geil drauf.

Wenn alle Werber auf einen Haufen scheißen würden, könnte man wenigstens ne Mauer drumrum bauen. Aber ihr verteilt euren Schwachsinn ja in jedem Winkel dieser Welt.

Schlecker - ekelhaft

Schlecker, der Miesling der Branche hat sich wieder was Feines ausgedacht. Alte Märkte werden geschlossen, dafür macht er neue sogenannte XL-Märkte auf. Dort dürfen dann die neuen Beschäftigten zu beschisseneren Bedingungen arbeiten als ihre entlassenen Kollegen aus den alten Märkten es durften.

Weniger Lohn, nur noch die Hälfte dessen, was es vorher gab: 6,61 Euro statt 12,67 Euro

kein Urlaubsgeld mehr,

kein Weihnachtsgeld

statt 30 bezahlten Tagen Urlaub nur noch 24 Tage.

Bravo Anton Schlecker. Sie waren schon vorher die Figur mit dem größten Schäbigkeitsfaktor unter den Filialisten. Jetzt haben sie sich aber die einsame Spitzenposition redlich verdient. Noch schäbiger, noch ekelerregender geht wohl keiner der Mitbewerber vor, wenn es darum geht, Mitarbeiter auszunutzen, sie loszuwerden, sie um ihren verdienten Lohn zu bringen.

Ich habe schon vorher nicht in ihren Filialen eingekauft, weil ich ihre Schäbigkeit nicht auch noch mit meinem Geld unterstützen will. Daran wird sich auch nichts ändern. Aber künftig werde ich noch mehr als bisher jedem abraten, sein Geld einem Menschen zu geben, dessen Wohlstand sich auf eine ekelerregende und schäbige Behandlung des Personals aufbaut.

Sie ekeln mich an Anton Schlecker.

 

 

Die FDP ist Schuld am Kindesmißbrauch!

Unsere Kinder sind in Gefahr! Und keiner tut was dagegen!

Nachdem die Wahl nun gelaufen ist, ist es so merkwürdig still um die Vorkämpferin gegen Kindesmißbrauch geworden. Man hat ihre Stoppschildchen abgesägt noch bevor sie sie aufstellen konnte. Zwar versprach die Ursel von der Lügen vor der Wahl vollmaulig, sie würde auch nach der Wahl ihren Kampf fortführen, denn der sei kein Wahlkampftheater, aber nun sitzen die -hüstel- Liberalen mit im Boot, die keine Stoppschildchen mögen. Also fort damit. Und was macht Zensursel? Maul halten.

War wohl doch nicht so wichtig.

Anzeigenlyrik

Der Laden noch nicht eröffnet.

Die Mitarbeiter noch nicht eingestellt.

Aber schon ein exzellentes Betriebsklima.

SpOn und die Blödheit

Daß man dem SPIEGEL, vor allem aber seiner online-Ausgabe schon lange nicht mehr trauen darf, weiß inzwischen wohl fast jeder aufmerksame Leser. Zu oft schon wurden dort Meldungen gebracht, die vorn und hinten nicht stimmten. SpOn ist inzwischen auch fast schon auf BILD-Niveau angekommen. Der Boullevard hat sich breit gemacht. Nichtigkeiten sind Schlagzeilen wert. Ein SPIEGEL-Abonnement habe ich schon vor zig Jahren gekündigt.

Immer wieder auch fallen die Praktikanten beim Abschreiben von Meldungen auf das dümmste aller Schmierblätter herein. Wie oft schon haben sie bei BILD abgeschrieben und die Meldung ungeprüft, und so falsch wie sie war, übernommen? Unzälige Male. Gelernt hat man bei SpOn offenbar nichts daraus.

Man sollte meinen, daß es einen Verantwortlichen geben müßte, der irgendwann die Notbremse zieht und seine Praktikanten anweist, von einer unglaubwürdigen Gossengazette nicht eine Silbe mehr zu übernehmen, da der Wahrheitsgehalt zu oft irgendwo zwischen Lüge und Phantasie rangiert.

Aber nein. Auf so einen Trichter kommt man  bei SpOn nicht. Wäre ja auch umständlich, wenn man Artikel plötzlich selbst recherchieren und auf ihren Wahrheitsgehalt hin prüfen müßte.

bildblog
SpOn

Aber vielleicht hat der Michael-Jackson-Beauftragte bei SpOn auch einfach nur durch den Flur gebrüllt, daß er unbedingt irgend etwas über den toten Pop-Star braucht.